GMV federführend bei neuem ESA-Auftrag zur Weiterentwicklung des Systems Galileo
GMV und die Europäische Weltraumorganisation (ESA) haben einen neuen Vertrag über die Entwicklung einer neuen Generation von GSS-Stationen zum Signalempfang von Galileo-Satelliten unterzeichnet. Das als ACHILLES (Advanced Technologies Breadboarding for Low-Complexity Sensor Stations) bezeichnete Vorhaben stärkt die Position von GMV als Technologieführer bei Satellitennavigationssystemen.
GSS-Stationen sind Teil des Galileo-Bodennetzes und für den Betrieb des Systems unerlässlich. Sie empfangen und verarbeiten die von den Satelliten gesendeten Signale, analysieren deren Qualität, erkennen Fehler und senden die empfangenen Messungen und Navigationsmeldungen an das Systemkontrollzentrum. Ziel von ACHILLES ist die Entwicklung einer neuen Generation kompakterer, robusterer und kostengünstigerer GSS, die selbst unter ungünstigen Bedingungen hohe Genauigkeit und einen robusten Betrieb gewährleisten können. Um dieses Ziel zu erreichen, wird das von GMV geleitete Industriekonsortium in verschiedenen Bereichen innovative Technologien wie intelligente Antennen mit räumlicher Diversität und doppelter Polarisation, konfigurierbare Breitband-Hochfrequenzketten, hybride Strahlformungstechniken und verteilte Architekturen auf Cloud-Computing-Basis erkunden. Durch Integration dieser neuen Technologien lassen sich flexiblere, skalierbare und robustere Stationen schaffen, die gegenüber Störungen, Reflexionen und Versuchen zur Signalfälschung resistent sind.
Zwei wichtige Partner - das Fraunhofer IIS (Deutschland) und die Université Côte d'Azur (Frankreich) - werden ihr anerkannte Kompetenz auf dem Gebiet der fortschrittlichen Antennentechnik einbringen und sich dabei auf die Phased-Array-Technologie sowie auf Lüneburg-Linsen basierte Mehrstrahlsysteme konzentrieren. Diese innovativen Antennenlösungen sind entscheidend dafür, dass die Leistung, Robustheit und Flexibilität erreicht wird, die für die nächste Generation der Galileo-Bodeninfrastruktur erforderlich ist.
ACHILLES ist Teil des Programms zur Weiterentwicklung des Galileo-Systems, das u. a. darauf abzielt, die europäische Industrie in die Lage zu versetzen, anstehende technologische Herausforderungen wie die Entwicklung neuer LEO-PNT-Ortungssysteme mit Satelliten in niedriger Umlaufbahn zu meistern. GMV leitet eine LEO-PNT-Mission, die von der derzeit in der Entwicklung befindlichen Konstellation Celeste übertragen wird, deren erste Satelliten im ersten Quartal 2026 gestartet werden sollen.
Die Zusammenarbeit mit der ESA ist für das technologische und industrielle Wachstum Europas nach wie vor von grundlegender Bedeutung. Investitionen in Raumfahrtprojekte haben nachweislich einen Multiplikatoreffekt auf die Innovation, die Wirtschaft und die Schaffung hochqualifizierter Arbeitsplätze und tragen so zu einer nachhaltigeren und wettbewerbsfähigeren Zukunft bei.
Dieser Vertrag stärkt die Zusammenarbeit zwischen GMV und ESA und unterstreicht die Bedeutung von Investitionen in die Raumfahrttechnologie als Motor für Innovation, industrielles Wachstum und qualifizierte Arbeitsplätze, die zur technologischen Autonomie und Wettbewerbsfähigkeit Europas beitragen.