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GMV unterstützt ARGUS bei der Verbesserung der europäischen Fähigkeiten zur Erfassung der Frequenz- und Weltraumsituation

17/09/2026
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Mithilfe einer verteilten Konstellation kleiner Satelliten verknüpft ARGUS die Erkennung von Funkstörungen mit der Überwachung von Frequenzspektrum und Weltraums und ebnet damit den Weg für künftige staatliche Dienste im Rahmen von IRIS².

GMV leitet das ARGUS-Projekt in Zusammenarbeit mit Alén Space und arcsec

ESA

© ESA

Das Europäische Weltraumastronomiezentrum (ESAC) mit Sitz in Villanueva de la Cañada, Madrid, war Gastgeber der heutigen offiziellen Auftaktveranstaltung und der Zeremonie zur Vertragsunterzeichnung für die Konsolidierungsphase der voroperativen Tätigkeiten und Maßnahmen zur Risikominderung von IRIS² im niedrigen Erdorbit (Low-LEO) im Rahmen des Programms der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) zur sicheren Konnektivität der EU. Dabei unterzeichnete Enrique Fraga, Leiter des Bereichs Raumfahrtdienstleistungen bei GMV, die Vereinbarung und bekräftigte so die führende Rolle von GMV im Projekt ARGUS.

Europas wachsende Abhängigkeit von weltraumgestützten Diensten, zunehmend überlastete Umlaufbahnen und steigenden Funkstörungen machen eigene Kapazitäten zur Überwachung sowohl der Umlaufbahnumgebung als auch des von kritischen Kommunikations- und Infrastruktursystemen genutzten Funkfrequenzspektrums erforderlich. Vor diesem Hintergrund leitet der Technologiekonzern GMV das Projekt ARGUS, ein Missionskonzept, das darauf abzielt, die europäische Autonomie durch eine kontinuierliche, koordinierte Weltraumüberwachung zu stärken. Konzipiert wurde ARGUS als Reaktion auf die voroperativen Aktivitäten und die Maßnahmen zur Risikominderung von IRIS² im Bereich Low-LEO im Rahmen des Programms der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) zur sicheren Konnektivität der EU, dessen Ziel es ist, neue Dienstleistungen europäische Staaten in den Bereichen Frequenz- und Interferenzüberwachung sowie Weltraumsicherheit zu demonstrieren und zu validieren.

Enrique-Fraga

ARGUS reagiert auf den wachsenden Bedarf Europas an eigenständigen Fähigkeiten im Bereich des Funkfrequenzspektrums, um dort Störungen erkennen und charakterisieren, kritische Weltraumdienste und -infrastrukturen schützen sowie das Bewusstsein für die zunehmend überlastete Umgebung im Orbit von heute schärfen zu können.

Der Name ARGUS leitet sich von Argus Panoptes ab, dem Wächter aus der griechischen Mythologie, der als „der Allsehende“ bekannt ist und dank seiner hundert Augen fast ununterbrochen Wache halten konnte. Diese Idee bringt die Philosophie hinter der Mission auf den Punkt: die kontinuierliche Beobachtung sowohl des elektromagnetischen Spektrums als auch der Umgebung im Orbit mithilfe eines verteilten Netzwerks weltraumgestützter Sensoren.

Das voroperative Missionskonzept sieht eine Konstellation von bis zu fünf 16U-CubeSats vor, die mit Nutzlasten zur Frequenzüberwachung und optischen Beobachtungsfähigkeiten auf Basis fortschrittlicher Sternenverfolgungssysteme ausgestattet werden. Die HF-Nutzlasten sollen die Erkennung und Charakterisierung von Störungen unterstützen und dabei sowohl die Geolokalisierung von Sendern als auch Sender in der Umlaufbahn abdecken. Ergänzend zu diesen Fähigkeiten sollen die optischen Sensoren Satelliten, Weltraumobjekte und Weltraummüll erkennen und verfolgen und so zu einem besseren Lagebild im Weltraum, zur Identifizierung der für die Dienste zur Frequenz- und Interferenzüberwachung relevanten Sender, sowie zum Schutz der Konstellation selbst beitragen.

Eines der wichtigsten Alleinstellungsmerkmale von ARGUS ist seine föderierte Architektur. Die von den verschiedenen Satelliten gesammelten Daten sollen am Boden mithilfe fortschrittlicher Datenverarbeitungs- und Fusionsverfahren zusammengeführt werden und so die Erstellung hochwertigerer Produkte für die Nutzer ermöglichen. Zudem ist die Architektur so konzipiert, dass sie künftig zusätzliche Sensoren integrieren kann, darunter auch auf anderen Satelliten untergebrachte Nutzlasten und externe Datenquellen. Dies soll eine schrittweise Entwicklung hin zu einer skalierbaren und interoperablen europäischen Infrastruktur zur Überwachung des Weltraums erleichtern, die mit IRIS² kompatibel ist.

Außerdem verfolgt ARGUS einen Ansatz, dessen Schwerpunkt auf schneller Umsetzung und Risikominderung liegt und der auf der Wiederverwendung flugerprobter Technologien, betrieblicher Infrastruktur und bereits validierter technischer Ressourcen basiert. Das Konzept baut dabei auf der Erfahrung von GMV und Alén Space bei zeitkritischen Missionen auf und belegt deren Fähigkeit, Systeme innerhalb kurzer Zeiträume zu entwickeln, zu starten und in den Orbitalbetrieb zu überführen. arcsec trägt ebenfalls zu dieser Initiative bei, und zwar durch seine laufenden technologischen Entwicklungen, die darauf abzielen, optische Sternverfolgungssensoren für Anwendungsfälle der Weltraumüberwachung anzupassen und damit die Hauptmission von ARGUS zu ergänzen.

In dieser Konsolidierungsphase leitet GMV ARGUS über seine Tochtergesellschaften in Spanien und Portugal, unter Beteiligung von Alén Space, das ebenfalls zur GMV-Gruppe gehört, und arcsec. Das Team vereint Kompetenzen in der weltraumgestützten Überwachung, der Weltraumüberwachung und -verfolgung sowie im Weltraumverkehrsmanagement (SST/STM), in Nutzlasten für die Spektrumanalyse und Geolokalisierung, in softwaredefinierter Funktechnik, der agilen Entwicklung von Kleinsatelliten, im Missionsbetrieb sowie in optischen Überwachungssystemen.

Mit ARGUS will das Konsortium das Potenzial einer Verknüpfung einer verteilten Konstellation kleiner Satelliten, fortschrittlicher Datenverarbeitung und einer serviceorientierten Architektur aufzeigen, um Europas Fähigkeiten in den Bereichen Störungserkennung sowie Frequenz- und Weltraumlageerfassung zu stärken. Somit schafft das Konzept die Grundlage für eine mögliche Weiterentwicklung hin zu operativen europäischen Diensten, die sich in das künftige IRIS²-Ökosystem integrieren lassen.

Über das ESA-Programm zur sicheren Konnektivität der EU 

IRIS² ist ein unter der Federführung der Europäische Kommission stehendes, ehrgeiziges Vorhaben zum Aufbau eines sicheren und widerstandsfähigen weltraumgestützten Kommunikationsnetzes, das die strategische Autonomie und Wettbewerbsfähigkeit Europas stärkt. In Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission spielt die Europäische Weltraumorganisation (ESA) eine Schlüsselrolle bei IRIS², indem sie die technische Entwicklung und Validierung der Konstellation und ihrer Bodeninfrastruktur überwacht,  die vom SpaceRISE-Konsortium bereitgestellt werden. 

Umgesetzt wird die mit Wirkung der ESA an IRIS² im Rahmen des ESA-Programms zur sicheren Konnektivität in der EU. Im Rahmen dieses Programms bilden die Komponenten „IRIS² Low-LEO Pre-Operational“ und „De-Risk Activities“ einen schnellen und wiederkehrenden Mechanismus zur Validierung neuer staatlicher Dienste und der damit verbundenen Missionskonzepte im Orbit und unterstützen so deren Weiterentwicklung und spätere Integration in die operative EU-IRIS²-Basis.

Letztendlich werden diese Aktivitäten zur kontinuierlichen Weiterentwicklung und Verbesserung der Dienste und Fähigkeiten von IRIS2 beitragen und damit Europas langfristige Führungsrolle in der Raumfahrt stärken. 

Weitere Informationen finden Sie unter: https://resilience.esa.int/esa-programme-related-to-eu-secure-connectivity-and-iris%C2%B2

Equipo Argus

El equipo de ARGUS, liderado por GMV

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