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GMV soll Europäische Kommission bei Entwicklung fortschrittlicher Technologien zum Überwachen von GNSS-Störungen unterstützen

01/07/2026
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EU Integrated Monitoring System

GMV hat von der Europäischen Kommission den Zuschlag zum Entwickeln und Validieren fortschrittlicher Methoden erhalten, mit denen Störungen charakterisiert werden sollen, die globale Satellitennavigationssysteme (GNSS), darunter auch Galileo, beeinträchtigen. Ziel des Projekts ist es, einen Demonstrator zu entwickeln, der in der Lage ist, Verbesserungen der europäischen Fähigkeiten zur Identifizierung von Störquellen zu quantifizieren, die kritische Ortungs-, Navigations- und Zeitbestimmungsdienste (PNT) beeinträchtigen können.

Im Mittelpunkt der Arbeit steht dabei die Bewertung der Fusion bodengestützter Sensoren und Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn (LEO) zur Überwachung von GNSS-Frequenzbändern vom Boden, aus der Luft und aus dem Weltraum. Anhand der Analyse von GNSS-Signalproben, GNSS-Messungen und stellvertretenden GNSS-Leistungsindikatoren werden bei diesem Projekt Verfahren erforscht, mit denen sich Störsignale und deren Sender charakterisieren lassen. Um dies zu erreichen, stützen sich fortschrittliche Algorithmen auf Messgrößen wie die Empfangssignalstärke, Zeitunterschiede bei der Ankunft und Dopplerverschiebungen.

Im Rahmen des Projekts soll untersucht werden, wie durch Verknüpfung von Messdaten aus mehreren Sensoren und LEO-Konstellationen die Leistungsfähigkeit eines zukünftig möglichen europaweiten Systems zur Überwachung von GNSS-Störungen deutlich verbessert werden kann. Neben den von mehreren Satelliten gesammelten Daten wird die Studie ebenfalls die Nutzung von Beobachtungsdaten aus Smartphones, ADS-B-Transpondern (Automatic Dependent Surveillance–Broadcast) in Flugzeugen, kontinuierlich arbeitenden Referenzstationen (CORS) und anderen Datenquellen prüfen. Die Integration dieser sich ergänzenden Datenquellen wird dazu beitragen, die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit des Systems zu erhöhen, Fehlalarme zu reduzieren, die Genauigkeit zu verbessern und präzise Schätzungen sowohl der betroffenen Gebiete als auch der betrieblichen Auswirkungen von Störereignissen zu liefern.

Anhand von Simulationen und experimentellen Validierungsmaßnahmen werden bei diesem Projekt weiterhin die Leistungskennzahlen (KPI) sowie die betriebliche Machbarkeit des Systems eingeschätzt. An seinem Ende soll das 18-monatige Vorhaben den Grundstein für eine zukünftig mögliche europäische Kapazität zur Überwachung von GNSS-Störungen legen, die auf der Zusammenführung weltraum-, luft- und bodengestützter Systeme basiert. Eine solche Fähigkeit würde einen umfassenden Überblick über potenzielle Bedrohungen bieten und gleichzeitig dazu beitragen, die Resilienz und Sicherheit von Satellitennavigationsdiensten zu stärken.

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