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GMV beteiligt sich an der Entwicklung des neuen europäischen Standards für die Serienproduktion von Raumfahrtprodukten

10/07/2026
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Constelación satélites

GMV ist der Arbeitsgruppe beigetreten, die mit der Entwicklung des neuen ECSS-I-Zweigs (Industrialisation) betraut ist. Diese Initiative wurde von der europäischen Raumfahrtindustrie gemeinsam mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) im Rahmen der Weiterentwicklung der ECSS (European Cooperation for Space Standardization) ins Leben gerufen. Die ECSS bilden den maßgeblichen Standard für europäische Raumfahrtprojekte. 

Die ECSS bilden ein einheitliches Regelwerk mit Standards für Technik, Engineering, Management und Produktqualitätssicherung. Die ESA fördert ihre Anwendung, um die Qualität, Interoperabilität und Effizienz europäischer Raumfahrtprojekte sicherzustellen. Der neue ECSS-I-Zweig erweitert diesen Rahmen um spezifische Standards für die Industrialisierung und Serienfertigung von Raumfahrtprodukten. Dies trägt dem wachsenden Bedarf Rechnung, der sich aus dem Ausbau großer Satellitenkonstellationen und dem Wandel der Raumfahrtbranche hin zu besser skalierbaren Fertigungsmodellen ergibt.

ECSS-I wird insbesondere bei Programmen auf Basis von Satellitenkonstellationen wie beispielsweise dem Programm Celeste zum Einsatz kommen. Dort ist die Industrialisierung ein entscheidender Faktor, um den Anforderungen an Stückzahlen, Qualität und Wettbewerbsfähigkeit gerecht zu werden. Zu diesem Zweck überträgt die Initiative bereits in anderen Branchen etablierte Produktionsmodelle, etwa aus der Automobil- oder der Bahnindustrie, auf die Raumfahrt und integriert bewährte Verfahren der Serienfertigung in die Entwicklung von Raumfahrtsystemen.

Konkret wirkt GMV gemeinsam mit Vertretenden der Europäischen Weltraumorganisation und weiterer führender europäischer Unternehmen der Raumfahrtbranche in der Arbeitsgruppe ECSS I-10 Industrialisation mit, einer von drei Arbeitsgruppen des neuen ECSS-I-Zweigs. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, Leitlinien zu entwickeln, mit denen sich zahlreiche bestehende Standards an die neuen Industrialisierungsprozesse anpassen lassen. Dadurch sollen Doppelarbeit vermieden und ihre Anwendung in Serienfertigungsumgebungen erleichtert werden.

Die Initiative wird zudem dazu beitragen, die Resilienz der Lieferkette der europäischen Raumfahrtindustrie zu stärken, indem sie die Beteiligung kleiner und mittlerer Unternehmen sowie neuer Zulieferer erleichtert. Der neue Rahmen wird es der Industrie ermöglichen, ihren Bedarf an industriellen Lösungen klarer zu definieren. Gleichzeitig wird er Zulieferern dabei helfen, ihre Angebote besser vorzubereiten und Projekte effizienter umzusetzen.

Die Auftaktsitzung der Arbeitsgruppe fand am 24. Juni in den Räumlichkeiten von Airbus in Madrid (Spanien) statt. Dabei wurden die zentralen Arbeitsschwerpunkte für 2026 sowie der Zeitplan für die kommenden Folgetreffen festgelegt.

Estanda ECCS-I
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