Verteidigungspolitische Herausforderungen
Die dritte Ausgabe des von El Confidencial organisierten Defence Challenges Forum brachte führende Vertreter des spanischen und europäischen Verteidigungssektors zusammen, um die wichtigsten strategischen Herausforderungen für die Verteidigung Europas zu erörtern. Die GMV nahm an dem Treffen teil, das unter dem Titel „Operative Abschreckung: Sicherheitsarchitektur in der neuen Ära“ stattfand.
Zum dritten Mal in Folge war dabei Córdoba Gastgeber dieses Forums, das sich in diesem Jahr auf die Analyse der Anpassungsfähigkeit der spanischen und europäischen Verteidigung und die Notwendigkeit ihrer Stärkung in einem internationalen Kontext konzentrierte, der von globalen Herausforderungen, hybriden Bedrohungen, Krieg in Europa und beschleunigtem technologischen Wandel geprägt ist.
Im Jahr 2025 hat Spanien sein Ziel erreicht, 2 % seines BIP in die Verteidigung zu investieren, und die Regierung hat den Industrie- und Technologieplan für Sicherheit und Verteidigung gebilligt, einen strategischen Fahrplan, der auf die Modernisierung der nationalen Fähigkeiten, die Förderung der technologischen Innovation und die Entwicklung eines autonomen industriellen Gefüges im Bereich Sicherheit und Verteidigung abzielt, mit dem Ziel, Bedrohungen vorzugreifen und einen Beitrag zur Stabilität zu leisten. Programme wie der Dragon (VCR 8×8) oder die spanische Beteiligung am FCAS (Future Combat Air System) spiegeln hier die nationalen Fähigkeiten und die strategische Position Spaniens in der europäischen industriellen Wertschöpfungskette wider.
Manuel Pérez Cortés, Generaldirektor für Verteidigung und Sicherheit der GMV, nahm an dem Rundtischgespräch unter dem Titel „Multi-Domain-Abschreckung. Strategien, Projekte und Ziele des Sektors im Rahmen des tiefgreifenden Wandels der kontinentalen Verteidigung“ teil, das von Vertretern aus dieser Branche geleitet wurde. Die Debatte drehte sich um die strategischen und technologischen Herausforderungen, die den Wandel der Verteidigung in den kommenden Jahren prägen werden.
In seinem Referat betonte Manuel Pérez, wie wichtig es ist, dass die Investitionen im Bereich Verteidigung und Sicherheit umfangreich, vorhersehbar und dauerhaft sind, zumal dies ein Schlüsselelement für die Kontinuität der industriellen, technologischen und innovativen Kapazitäten des Sektors darstellt.
In diesem Zusammenhang fungiert die Verteidigungsindustrie als technologischer und wirtschaftlicher Motor des Landes sowie als strategischer, auf Innovation und qualifizierter Beschäftigung basierender Wachstumsträger. Ihr Engagement für FuEuI treibt die Entwicklung fortschrittlicher Dual-Use-Technologien voran und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit und die technologische Souveränität. Dieses Ökosystem schafft auch hochqualifizierte, stabile und langfristige Arbeitsplätze, festigt das industrielle Gefüge und trägt zur Wirtschaft insgesamt bei.
An dem Forum, das von der Verteidigungsministerin Amparo Valcarce geleitet wurde, nahmen führende Politiker, Kommandeure der drei Teilstreitkräfte, Vertreter europäischer und atlantischer Institutionen, Führungskräfte des Sektors und Verteidigungsexperten teil, die sich mit Themen wie der operativen Abschreckung zu Lande, zu Wasser und in der Luft, der industriellen Möglichkeiten zur Wiederaufrüstung und Reindustrialisierung Spaniens, dem europäischen Fahrplan zur operativen Souveränität, den technologischen Schlüsselfähigkeiten im Raumfahrtsektor, der unterstützenden Rolle des Finanzsystems und dem gemeinsamen Engagement Spaniens, Europas und seiner Verbündeten in Fragen der Sicherheit und Verteidigung befassten.