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GMV beteiligt sich an der ESA-Mission ERASE zur aktiven Beseitigung von Weltraummüll

02/06/2026
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cat-iod

GMV wurde als eines von fünf Unternehmen ausgewählt, die einen Auftrag für Phase 0 der ERASE-Mission (European Active Removal of Space Elements) der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) erhalten haben. Das strategische Programm verfolgt das Ziel, große Objekte aus dem erdnahen Orbit (Low Earth Orbit, LEO) aktiv zu entfernen. Damit steht das Unternehmen im Mittelpunkt einer der ehrgeizigsten europäischen Initiativen zur Sicherung der Nachhaltigkeit der Weltraumumgebung.

Im Rahmen dieser ersten Phase vergab die ESA Aufträge an GMV, OHB SE, The Exploration Company, Leonardo und Airbus Defence and Space. Die Unternehmen werden Missionskonzepte und Systemarchitekturen für die Entfernung ausgedienter Satelliten und anderer großer Weltraummüllobjekte analysieren und bewerten. Die Aktivität ist Teil des ESA-Programms Space Safety und unterstützt das Ziel der ESA, bis 2030 einen Zustand von „Zero Debris“ zu erreichen.

Die ERASE Mission wird sich mit einer der größten Herausforderungen befassen, mit denen der Raumfahrtsektor heute konfrontiert ist: der Anhäufung von nicht betriebsfähigen Objekten in der Umlaufbahn, die das Risiko von Kollisionen erhöht und kritische Infrastrukturen gefährdet. Im Fokus des Programms steht insbesondere die Entfernung großer Satelliten wie METOP und Sentinel-1. Obwohl für diese bereits Maßnahmen zur kontrollierten Deorbitierung eingeleitet wurden, befinden sie sich weiterhin in Umlaufbahnen, aus denen ihr Wiedereintritt bis zu 25 Jahre dauern könnte. Dies entsprach zwar dem zum Zeitpunkt ihres Starts geltenden Standard, liegt jedoch deutlich über den heutigen Anforderungen.

In diesem Zusammenhang wird GMV als Hauptauftragnehmer fungieren und alle Schlüsselaktivitäten wie Missionsdesign und zugehörige Systemtechnik, Missionsanalyse, Lenkung, Navigation und Kontrolle (GNC) sowie die Entwicklung von Roboterlösungen leiten. Darüber hinaus wird das Unternehmen verschiedene Betriebsszenarien untersuchen, darunter sowohl kooperative als auch nicht-kooperative Ansätze, um der Vielfalt potenzieller Zielobjekte im Orbit gerecht zu werden.

Ein zentrales Element und Hauptunterscheidungsmerkmal des GMV-Ansatzes ist das CAT-System (Capture Bay for Active Debris Removal), eine fortschrittliche robotergestützte Einfangtechnologie für die sichere Kopplung mit außer Betrieb befindlichen Satelliten. Das System wurde im Rahmen mehrerer Entwicklungsprojekte konzipiert und soll künftig in der ESA-Mission CAT-IOD im Orbit demonstriert werden. Es verfügt über Mechanismen zum Ausgleich relativer Bewegungen, zur Stabilisierung nicht-kooperativer Zielobjekte sowie zur kontrollierten Kraftübertragung, um deren sicheren Rückzug aus dem Orbit zu ermöglichen. Für die Entwicklung dieses Systems arbeitet GMV eng mit AVS zusammen.

In Phase 0 von ERASE werden technische, technologische und programmatische Lösungsansätze zur Schaffung künftiger Kapazitäten für die aktive Beseitigung von Weltraummüll untersucht. Die Ergebnisse sollen die Grundlage für spätere operative Dienste in diesem Bereich bilden. Die Initiative baut auf mehr als einem Jahrzehnt europäischer Forschungs- und Entwicklungsarbeit auf, insbesondere im Rahmen der Clean-Space-Programme der ESA, und stärkt die Zusammenarbeit zwischen Industrie, Europäischen Institutionen und Organisationen wie EUMETSAT.

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