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GMV wird Satellitensteuerungssystem für das Programm CAMILA, die größte Satelliteninitiative in der Geschichte Polens entwickeln

17/06/2026
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Das in Zusammenarbeit mit der ESA entwickelte Projekt wird die nationalen Erdbeobachtungskapazitäten Polens stärken und die Unabhängigkeit des Landes beim Zugang zu Geodaten erhöhen

GMV entwickelt dabei das Segment Flugbetrieb als Schlüsselelement für die Steuerung und das Management der Konstellation

Camila Project

Das Erdbeobachtungsprogramm CAMILA, die größte Satelliteninitiative in der Geschichte Polens, geht in die nächste Phase. Das in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) entwickelte Programm sieht den Einsatz einer Konstellation von vier Beobachtungssatelliten vor, um die nationalen Erdbeobachtungskapazitäten Polens zu stärken und die Unabhängigkeit des Landes beim Zugang zu Geodaten zu erhöhen.

CAMILA steht für „Country Awareness Mission in Land Analysis“ (Mission zur territorialen Erkundung und Analyse) und wurde durch eine Vereinbarung des polnischen Ministeriums für Entwicklung und Technologie mit der Europäischen Weltraumorganisation ins Leben gerufen. Das System soll zwei großen Komponenten umfassen: ein Weltraumsegment bestehend aus vier Erdbeobachtungssatelliten und ein für die Steuerung und das Management der Mission zuständiges Bodensegment. Ziel ist es, der öffentlichen Verwaltung, den Katastrophenschutzdiensten sowie den für Raumplanung und Umweltschutz verantwortlichen Institutionen hochauflösende Geodaten zur Verfügung zu stellen.

GMV wurde mit der Konzeption, Entwicklung und Implementierung des „Flight Operations Segment“ (FOS), also des Softwaresystems betraut,mit dem die Betreiber die Satellitenkonstellation CAMILA vom Boden aus steuern können.

Im Mai konnte das Projekt mit der Überprüfung der Anforderungen für den Bereich Flugbetrieb (FOS Requirements Review, FOS RR) einen der wichtigsten Meilensteine vor Beginn der Softwareentwicklungsarbeiten erfolgreich abschließen. Das vom GMV-Team in Polen entwickelte und implementierte FOS stellt eine grundlegende Komponente des Bodensegments dar, mit dessen Hilfe die Betreiber einzelne Satelliten steuern und auch die gesamte Konstellation managen können.

„Dies ist ein für die Durchführung des Projekts entscheidender Meilenstein, denn er markiert den Übergang in eine Phase, in der die wichtigsten Ziele und detaillierten Anforderungen in konkrete Aufgaben für Systemingenieure und Softwareentwickler umgesetzt werden können.“ „In naher Zukunft werden wir uns darauf konzentrieren, das System zu entwerfen und unsere Software an die Anforderungen der im Programm CAMILA eingesetzten Satellitenplattformen anzupassen“, erklärt Jarosław Wysocki, Leiter des Projekts CAMILA bei GMV.

Das FOS-System wird dann in die Bodeninfrastruktur, die Antennen und die Datenverarbeitungssoftware integriert. Die Lösungen von GMV gestatten dabei eine teilweise Automatisierung des Satellitenbetriebs und steigern so die betriebliche Effizienz und die Missionssicherheit.

Die von GMV für das Flugbetriebssegment entwickelte Software besteht aus mehreren Schlüsselkomponenten, die die wichtigsten Betriebsfunktionen einer Weltraummission abdecken. Dazu gehören hifly® als Lösung zur Satellitensteuerung (Mission Control Software); FocuSuite® einsFlugdynamiksystem (Flight Dynamics System); flexplan® für die Missionsplanung (Mission Planning System) und Focusoc als Kollisionsvermeidungssystem (Collision Avoidance System). Zusammen stellen diese Komponenten die erforderlichen Funktionen für das integrale Management des Missionsbetriebs – von der Planung und Steuerung der Satelliten bis hin zur Bahnanalyse und zur Minderung der mit möglichen Kollisionen verbundenen Risiken bereit.

Die Mitwirkung von GMV an der für die Mission CAMILA verantwortlichen Arbeitsgemeinschaft stellt einen entscheidenden Schritt für das Wachstum des Unternehmens in Polen dar. „CAMILA stärkt die Position von GMV als Anbieter von Bodenstationen für Erdbeobachtungssatelliten. „Wir sind stolz darauf, dieses Projekt als Teil eines so starken Konsortiums entwickeln zu können“, betont Paweł Wojtkiewicz, Leiter Weltraum bei GMV in Polen.

„CAMILA wird ein sehr wichtiger Bestandteil der nationalen Weltrauminfrastruktur sein. „Das Projekt treibt nicht nur die Entwicklung des Sektors voran, sondern kann auch die öffentlichen Institutionen stärken und damit die Unabhängigkeit Polens im Bereich der bildgestützten Geo-Intelligence festigen“, fügt er hinzu.

Über das Projekt CAMILA

Das nationale Erdbeobachtungsprogramm CAMILA stützt sich auf Technologien, die größtenteils in Polen entwickelt wurden, und stellt eine strategische Initiative dar, mit dir die nationalen Kapazitäten zur Erdbeobachtung sowie die Unabhängigkeit des Landes beim Zugang zu Geodaten gestärkt werden sollen. Die Implementierungsarbeiten und Abnahmetests für die Software des Flight Operations Segment (FOS) in der Integrationsumgebung von GMV sind für das dritte Quartal 2027 vorgesehen, während die Inbetriebnahme am Betriebsstandort für das erste Quartal 2028 geplant ist.

Weitere Informationen:

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